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Berichte aus den Bundesländern

Der GIS Day 2013 in St. Pölten stand diesmal im Zeichen der „Geodatenerfassung einmal anders“ und bot Einblicke in die Möglichkeiten der Datenerhebung mit GPS-Kameras, Laserscanner und Unmanned aerial vehicle UAV auch als Drohnen bezeichnet. Herr Vizebürgermeister Ing. Franz Gunacker begrüßte die 40 teilnehmenden Schüler/innen und den Lehrkörper des Mary Ward Privatgymnasiums.

Der Magistrat St. Pölten (Mag. Kamper, Hr. Kettinger, Hr. Prochaska) hatte gemeinsam mit den Firmen Geomarketing GmbH (DI Heginger, Frau Laxinger), Kluwes GmbH (Hr. Schmiedicke), 4D-IT GmbH (Dr. Dorninger) und Archäologischer Dienst GmbH (Hr. Thoma) Stationen und Workshops vorbereitet.

In der Station GPS-Kameras im IT-Schulungsraum erfuhren die Schüler/innen wie Sie selbst zum aktiven Datenerfasser mit einer GPS-Kamera oder einem Smartphone als Positionierungswerkzeug werden können. Die Fähigkeit von Computer QR (Quick Response) Codes wurde erläutert und wie diese aufgenommenen Bildern mitgegeben werden können. Eine strukturierte Geodatenerfassung ist damit sehr einfach und schnell möglich. In weiterer Folge wurde auch das Exif (Exchangeable Image File Format) der Fotos erklärt. Die aktuell laufende Datenerfassung zum NÖ Verkehrsdatenverbund wird in Teilbereichen, konkret der koordinativen Aufnahme der Bushaltestellen, so durchgeführt.

Terrestrische Laserscanner erfassten zum Abschluss der Grabungsarbeiten 2012 und 2013 die archäologische Ausgrabung am Domplatz. Solche millimetergenaue Dokumentationen von Objekten, wurden anhand eines aus den Scandaten erstellten digitalen 3D Modelles vorgezeigt. Im Stadtmuseum erlebten die Teilnehmer die Arbeitsweise des Scanners hautnah, der Raum wurde gescannt mit allen darin befindlichen Personen. Wichtig dabei: Nicht in den Laser schauen, ein 1 Meter Sicherheitsabstand ist unbedingt einzuhalten.
Im Gemeinderatssitzungssaal wurden die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen vorgeführt. Diese GPS-gestützten unbemannten Schwebeplattformen ermöglichen es, weiträumige Gebiete in definierter Höhe rasterartig zu befliegen und dabei Luft- oder Laserscanaufnahmen anzufertigen. Durch den Einsatz von hochwertigsten Mittelformat Digital Backs mit 80 Megapixel kann mit einer Normalbrennweite eine beeindruckende Bodenauflösung von 4 Millimetern in 50 Meter Flughöhe erreicht werden. Ein kleinräumiger Bildflug kann so kostengünstiger als mit herkömmlichen Flächenflugzeugen oder Hubschraubern realisiert werden. Der Betrieb von Drohnen ist derzeit noch nicht reglementiert, eine Überarbeitung des Luftfahrtgesetzes ist dazu in Arbeit. Zu guter Letzt konnte eine Drohne bei einer Live-Flugvorführung beobachtet werden.



Weitere Fotos vom GIS Day 2013 im Rathaus in St. Pölten finden Sie hier: GIS Day 2013 St. Pölten

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