2005, 2007-2013‎ > ‎2011‎ > ‎

Berichte aus den Bundesländern 2011

Unsere Welt gemeinsam gestalten – digital:earth:at lud zum GIS Day 2011 an die Uni Salzburg

veröffentlicht um 22.11.2011, 02:25 von michaela Lindner-Fally   [ aktualisiert: 29.11.2011, 01:22 ]

Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler von Mittersill bis St. Margarethen im Lungau, von Salzburg Nonntal bis Prambachkirchen in Oberösterreich waren beim GIS Day 2011 in Salzburg zu Gast, der in Kooperation mit der Schüleruni Salzburg gestaltet wurde.
digital:earth:at organisierte gemeinsam mit seinen GIS Day Partnern 15 Workshops zu unterschiedlichsten Themen rund um die Geoinformatik, wobei großer Wert darauf gelegt wurde, dass die TeilnehmerInnen auch selbst Hand anlegen konnten – die Begeisterung der TeilnehmerInnen war förmlich zu spüren!

Geoinformatik unterstützt Hilfsorganisationen am Horn von Afrika

Gemeinsam mit Forscherin Petra Füreder vom Zentrum für Geoinformatik gingen die SchülerInnen der Frage auf den Grund, wie Fernerkundung Hilfsorganisationen unterstützen kann. Am Beispiel der gegenwärtigen Situation am Horn von Afrika wurden Bilder analysiert und ausgewertet, wobei den SchülerInnen schlussendlich die Bedeutung automatisierter Verfahren deutlich wurde.

Mit SAGIS unser Bundesland entdecken

Wozu braucht ein Bundesland eine eigene Abteilung für GIS? Was das Salzburger Geographische Informationssystem SAGIS mehr oder anderes bietet als Google Earth & Co, erfuhren die SchülerInnen in diesem Workshop. Natürlich durfte das SAGIS unter fachkundiger Anleitung durch SAGIS-Experten vom Land Salzburg auch gleich selbst ausprobiert werden!

Wo ist meine Welt? Von Handys, GPS und Internet-Karten

In der Hauptvorlesung zum GIS Day 2011 erfuhren die SchülerInnen Interessantes zum Thema Handy & Online-Karten. Anhand zahlreicher Beispiele wurde die Nutzung mobiler Dienste, aber auch der von Mobiltelefonen ausgesendeten Daten dargestellt. Die Frage nach Nutzen und Risiken durch die Speicherung und Verwendung persönlicher Aufenthaltsorte wurde von den TeilnehmerInnen unterschiedlich kritisch bewertet – jedenfalls wurde ein Nachdenkprozess in Gang gesetzt!

Landesrat Walter Blachfellner und der Amtsführende Präsident des Salzburger Landesschulrates, Herbert Gimpl, zeigten sich ebenso begeistert von der Veranstaltung wie das junge Publikum – gemeinsam ging man auf dem Riesen-Satellitenbild des Bundeslandes Salzburg auf die Suche nach geographischen Besonderheiten und Lieblingsorten.

[mehr Bilder]

GIS Day Partner 2011:

  • Philipp Breuss-Schneeweiß, Wikitude
  • Markus Eisl, eoVision.at
  • Michael Fally, SPAR Österreich
  • Annemarie Maier, BEV (Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen), Wien
  • Manfred Mittelböck, Researchstudio ISPACE
  •  Michaela Rinnerberger, SAGIS (Salzburger Geographisches Informationssystem, Amt der Salzburger Landesregierung)

Schulen beim GIS Day 2011 in Salzburg



Das Heute verstehen und ein besseres Morgen planen!

veröffentlicht um 18.11.2011, 05:43 von michaela Lindner-Fally

Wir sprechen über Geographie und die Technologie, die dahintersteckt: sie ermöglicht neue Blickwinkel und bessere Entscheidungen. Auf der ganzen Welt arbeiten Menschen effizienter damit. Unternehmen und Verwaltungseinheiten, Schulen, Spitäler, NGOs und viele mehr nutzen die Vorteile. Nutzen Sie den GIS Day um zu erfahren, warum Geographie wichtig ist und wie Geographische Information den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt!

Die INNOGEO Ingenieurbüro GmbH veranstaltet auch heuer wieder den GISDAY in der Steiermark – und zwar mit einem Online-Gewinnspiel!

Spielen Sie mit beim Satelliten-Bild-Quiz und gewinnen Sie einen einzigartigen Flug über Ihre Heimat.

Als Passagier eines Privatflugzeuges erleben Sie Ihre Heimat aus einem ganz neuen Blickwinkel. Einfach alle Fragen beim Quiz beantworten, Ihre Daten eingeben – und mit ein wenig Glück sind Sie die Siegerin bzw. der Sieger.

Nähere Infos & Gewinnspiel unter http://www.innogeo.at/gisday

Ing. Werner Gaar

www.innogeo.at


In Oberösterreich sagt man "DORIS" zu GIS

veröffentlicht um 18.11.2011, 05:25 von michaela Lindner-Fally   [ aktualisiert: 18.11.2011, 05:29 ]

Die österreichweit größte Veranstaltung fand am 9. November 2011 in Kooperation zwischen Land Oberösterreich und Pädagogischer Hochschule im Landesdienstleistungszentrum in Linz statt. Das Angebot umfasste mehr als 30 Workshops für Schülerinnen/Schüler und Lehrer aus ganz Oberösterreich.

In der Verwaltung setzt das Land Oberösterreich seit mehr als 20 Jahren auf das geographische Informationssystem "DORIS“ (= Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System). Damit stehen u.a. für Planungen im Straßenbau, in der Wasserwirtschaft, im Umwelt- und Naturschutz, in der Raumordnung, in der Vermessung und in der Land- und Forstwirtschaft sehr rasch, aktuelle und objektive
Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung. DORIS erstellt darüber hinaus auch raumbezogene Analysen und Landkarten, bis hin zur 3D-Visualisierung von Projektplanungen.
Über Internet können nicht nur alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landesverwaltung diese Geoinformationen nutzen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger kostenlos auf diese Daten zugreifen. Fast 100.000 Auskünfte in Form digitaler Pläne und Landkarten werden pro Tag auf diese Weise von den Servern des Landes erteilt (http://www.doris.at).

Fotos

Weitere Informationen





„Global GIS Day“ im St. Pöltner Rathaus

veröffentlicht um 18.11.2011, 05:11 von michaela Lindner-Fally

Experten brachten Schülern den Einsatz geographischer Informationssysteme näher

Auch heuer wieder präsentierte der Magistrat St. Pölten eine Leistungsschau eigener Errungenschaften, und stellte auch Unternehmen vor, die im Bereich GIS tätig sind. Als Oberbegriff hätte die „Flächennutzung im Wandel der Zeit und der Perspektive“ stehen können. Es wurde „unter“, aber auch „auf“ die Erde geblickt. Virtuelle Stromnetze wurden geplant und Großevents organisiert. Vizebürgermeisterin Susanne Kysela begrüßte die über 110 SchülerInnen und den begleitenden Lehrkörper der teilnehmenden St. Pöltner Schulen.

St. Pölten aus der Luft

In der Station Luftbildflug und Aufnahmetechniken lernten die SchülerInnen Qualitätsunterschiede von alten und aktuellen Orthofotos zu beurteilen. Mag. Siegfried Kamper vom Magistrat erklärte die Bildflugplanung und die dabei zu berücksichtigen Faktoren. Es wurde die Funktionsweise der digitalen Bildflugkamera Microsoft Ultracam X Kamera mit 136 Megapixel vorgestellt. Mit dieser Kamera wurde auch das Stadtgebiet aktuell beflogen, die Luftbildaufnahmen von 2011 sind bereits verfügbar. Ein Bildflug vom gesamten Stadtgebiet St. Pölten umfasst 3115 Luftbilder aus denen 420 Trueorthofotos berechnet werden, nur diese können dann mit anderen Datenebenen verknüpft werden. Anhand von ausgewählten entzerrten Luftbildern mussten die SchülerInnen Objekte im Stadtgebiet zuordnen. Es reichte allerdings nicht die Bilder nur räumlich zu verorten es musste auch das Flugjahr richtig bestimmt werden. Die SchülerInnen bedienten sich dazu den umfangreichen Möglichkeiten des Intranet GIS des Magistrates.

Verkehrsstrommessung und SIM-Karten-Ortung für Großevents

Die Station GIS und LBS (location based services) in der Eventplanung nahm das jährlich stattfindende Großereignis „Frequency“ zum Anlass ein wenig hinter die Kulissen der modernen Eventplanung zu schauen. DI Walter Heginger von der Firma GeoMarketing Gmbh (St. Pölten) referierte über Nutzen eines GIS bei der Planung eines derart großen Events. Genaue Flächenbilanzen, Ermittlung von „betroffenen“ Adressen rund um Bühnen, sind heute Voraussetzungen um Genehmigungen für derlei Veranstaltungen zu bekommen. Schlimme Ereignisse der letzten Jahre (Loveparade Duisburg) zeigen auch immer mehr, wie wichtig es ist, Verkehrsströme richtig einschätzen zu können.

Der A1 Mobil Traffic Data Stream von A1 ist hier ein Beispiel wie man Bewegungsmuster anhand anonymer SIM-Karten Ortung erstellen und vorhersagen kann.  Praxis am Gebiet der „location based“ Marketingaktionen bei Großevents (DocLX) hat auch das wiener Unternehmen SKILL 3d. Stefan Baloh  zeigte anhand einer anschaulichen „Livedemo“ wie social Media Kampagnen heute funktionieren können.

Schüler planten Trafostation

In die Rolle eines Technikers eines Energieversorgungsunternehmens schlüpften die SchülerInnen in der Station Standortplanung mit GIS. Rainer Wöber von der EVN Geoinfo GmbH suchte im Team mit den jungen "Kollegen" nach einem geeigneten Grundstück für die Errichtung einer Trafostation. Wo sind die schon bestehenden Leitungen? Können erforderliche Abstände zu Wohngebäuden eingehalten werden? Besteht eine Hochwassergefährdung? Fragestellungen, die mit dem Geografischen Informationssystem und dem Geodatenbestand der EVN rasch beantwortet werden konnten.

Auf Jahrtausenden alten Spuren mit modernster Technik

Am Domplatz wurden die Schülerinnen und Schüler vom Stadtarchäologen Dr. Ronald Risy über die heutigen modernen Dokumentationstechniken informiert. Auf der Grabungsstelle selbst werden mit Hilfe einer Totalstation (Vermessungsgerät und Notebook) die einzelnen Befunde eingemessen und direkt in AutoCad eingespielt und die einzelnen Punkte miteinander verbunden. Zusätzlich wird die Methode der Photogrammetrie, vor allem bei Mauern und Gräbern eingesetzt. Ziel ist es in Zukunft die bei archäologischen Grabungen anfallenden Daten im GIS zu verwalten. Als erster Schritt wurde begonnen einen archäologischen Fundkataster zu erstellen, dessen erster Teil bereits im Internetstadtplan der Stadt abgerufen werden kann.

 

1-4 of 4