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GIS Day 2010 in St. Pölten

veröffentlicht um 22.11.2010, 01:46 von michaela Lindner-Fally   [ aktualisiert 22.11.2010, 02:46 von Robert Vogler ]

Die GIS Day Veranstaltung in St. Pölten war in diesem Jahr eine Mischung aus Workshops und Präsentationen. Herr Bürgermeister Mag. Matthias Stadler begrüßte Lehrer, Schüler und Mitarbeiter des Vermessungsamtes St. Pölten im neugestalteten großen Sitzungssaal des Rathauses. Es gab drei Stationen welche die 60 Teilnehmer durchliefen.

Bei der Präsentation von DI Alexander Kofler und Rainer Wöber von der EVN Geoinfo GmbH zum erst kürzlich vorgestellten Solardachkataster lernten die Teilnehmer den Einsatz von Geographischen Informationssystemen bei der Klassifikation von Dachflächen kennen. Sie erfuhren die Bearbeitungsschritte welche notwendig sind um Dachflächen auf ihre Eignung zur Gewinnung von Solarenergie zu bewerten. Eine große Rolle dabei spielen die Ausgangsdaten wie Laserscan und Orthofotos die zur Berechnung von Ausrichtung, Neigung und der Beschattung von Dachflächen herangezogen werden.

I

n der Station „GIS, Wind und Wetter“ wurden den Teilnehmern von DI Walter Heginger von der Firma Geomarketing GmbH einleitend Details zur Thematik der Geodaten anhand eines „Stadtplanpuzzles“ erläutert. Das Gemeindegebiet von St. Pölten wurde auf Blättern aus unterschiedlichen Geodaten zusammen gesetzt. Abstrakte Vektornetzwerke veranschaulichten hier unsere Umwelt genauso wie heute flächendeckend verfügbare Luftbildaufnahmen. Mag. Clemens Teutsch zeigte wie die Firma Ubimet ortsbezogene Messstellen mit zahllosen meteorologischen Kennzahlen auswertet und diese Daten dann in Wettermodelle einfließen. Die Meteorologen der Unwetterzentrale erstellen auf Basis dieser Wettermodelle spezielle Warnkarten für Regionen, in denen in den nächsten Tagen und Stunden Unwetter erwartet werden (www.uwz.at).

Bei „GPS hautnah“ durften die Teilnehmer, nach einer kurzen Einschulung von  Ronald Kettinger und Peter Prochaska, am Rathausplatz selbst GPS-Fotos von ausgewählten Objekten, bspw. der Dreifaltigkeitssäule machen. Im Anschluss wurden dann die Fotos auf PCs im IT-Schulungsraum des Magistrates eingespielt und georeferenziert. In Google Earth begutachteten die Teilnehmer die Genauigkeit der Ergebnisse. Man konnte dabei sehr gut erkennen, dass die Genauigkeit bei GPS doch sehr schwankt und eine große Toleranz gegeben ist. In der anschließenden Präsentation von Mag. Siegfried Kamper und Mag. Martin Köck wurde auf die Genauigkeitsunterschiede von GPS und DGPS mit Referenznetz hingewiesen. Im Magistrat wird DGPS (Differential Global Positioning System) zur Vermessung von Leitungslagen und Passpunkten für Luftbildflüge eingesetzt.

 

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